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Auf frischer Tat ertappt. Jesus und die Ehebrecherin.

Bevor wir in das Thema einsteigen möchte ich Dich fragen: Hast du schon mal Ehebruch begangen?

Nein? Okay, glaubst du, dass dich das zu einem besseren Menschen macht? Bist du stolz darauf? Bedenke immer: Nur Jesus selbst macht dich vor Gott zu einem tadellosen Menschen, nicht deine Moral. Nur auf ihn kannst du wirklich stolz sein.

Jesus der Gamechanger

Falls du aber mit diesem Thema Probleme hast oder hattest, dann brauchst du dich nicht selbst zu verurteilen, denn Jesus verurteilt dich auch nicht. Lass dich stattdessen von IHM aufrichten, erkenne seine Liebe, Güte, Gnade und Wahrheit, und darin Dich selbst, dann wirst du Veränderung erleben. Denn die Begegnung mit ihm und seinem vollbrachten Werk ist ein absoluter Gamechanger.

Verletzte Menschen erzeugen immer verletzte Menschen. Ehebruch zerstört, ja, aber Gott liebt dich trotzdem und will dass seine Heilung bei dir ankommt. Nur durch seine Liebe kann die zerstörerische Kette von verletzenden Verletzten gestoppt werden.

Das ist so in etwa die Kurzform dieser Begebenheit, der direkte Sinn, persönlich zugeschnitten auf dein Leben, falls es zutrifft aber auch falls es nicht zutrifft. Der tiefere Sinn ist neben vielen anderen Facetten jedoch noch viel erkenntnisreicher, verblüffender und lebensspendender. Lust auf einen weiteren Schatz? Es ist pures Gold, was hier in dieser Geschichte, die du vermutlich schon mal gehört hast, zum Vorschein kommt, wenn wir ein wenig graben. Bereit? Also los:

Jesus aber ging zum Ölberg. Früh am Morgen war Jesus wieder im Tempel. Das ganze Volk versammelte sich um ihn, und er setzte sich und begann zu lehren.

Johannes 8, 1-2

Prophetisch gesehen befinden wir uns zeitlich am Morgen nach der Nacht, mit welcher das finstere Gemeindezeitalter der letzten 2000 Jahre gemeint ist. Deshalb finster, weil vieles im Namen des Herrn Jesus geschehen ist, was aber gar nichts mit ihm zu tun hatte. Kreuzritter, Inquisition, Marienkult, Hexenverbrennungen, manipulierende Religion und geistige Unterdrückung, um nur einige faulen „Früchte“ zu nennen. Die Basis für all das war ein falsches, kraftloses Evangelium – die tödliche Mischung zwischen Gesetz und Gnade – welches heute leider noch immer seelenverkrüppelnd und menschenversklavend von vielen Kanzeln der Kirchen und Gemeinden gepredigt wird.

Damit wird in Zukunft Schluss sein. Denn der Morgen ist angebrochen und der Herr sitzt bereits in seinem Tempel und lehrt die aufmerksame Volksmenge über die Liebe des Vaters, die vollständig im vollbrachten Werk von Jesus sichtbar geworden ist. Dabei gibt Gott durch seine Schrift sehr deutlich zu verstehen, daß jedes ihm zugewandte Menschenherz, welches ihn mit einem JA aufgenommen hat, total erneuert wurde, und als sein persönlicher Tempel zu verstehen ist. Für ein solches Herz gibt es weder Tod, Strafe, Zorn oder Gericht – nur Gnade und Wahrheit.

Du bist der Tempel

In diesem Bild ist dein Herz also der Tempel, und Jesus selbst unterrichtet darin dich und dein ihm gegenüber aufgeschlossenes Inneres, welches durch die zuhörende und willige Volksmenge symbolisiert wird. Der Heilige Geist lehrt Seele (Gedanken und Gefühle) und Verstand in dir, durch sein Wort: Jesus in Person. Ein wunderbares und prophetische Bild in vollständigem Einklang mit Gottes Ruhe, bis es jäh und laut durchbrochen wird durch folgende Szene:

Da kamen die Schriftgelehrten und die Pharisäer mit einer Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte, sodass jeder sie sehen konnte.

Johannes 8, 3

Die Anklage. Sobald in uns die auf Religiösität und Gesetzlichkeit basierende Verurteilung anderer Menschen auf den Plan tritt, ist es aus und vorbei mit der Ruhe im Tempel des Herzens. Gedanken kreisen infolge einzig um die Fehler der Anderen. Die Sünde wird in die Mitte gestellt und das ganze Bewusstsein unseres Inneren darauf ausgerichtet.

Jesus wird aus der Mitte verdrängt, beiseite geschoben.

Wir stellen uns selbst durch unser Urteil in unseren Gedanken über andere Menschen. Und das tun wir, um uns selbst ein Gefühl der Erhabenheit zu ergaunern. Ist es nicht so? Ich kenne das aus jahrelanger Erfahrung der religiösen Gefangenschaft meiner Seele bei gleichzeitiger Betrübung des Heiligen Geistes: Jesus musste dann jedesmal seine Lehrstunde stoppen und mein Leben wurde chaotischer, weil ich ihm nicht zuhörte. Das war es, was wir bewirkten, wenn wir andere oder uns selbst beschuldigten, verklagten und verurteilten: Wir stoppten unseren Lehrer, den Heiligen Geist in uns, und stellten die Schuld (von anderen oder von uns selbst) in die Mitte, und klagten Gott anschließend an, wenn alles aus den Fugen geriet. Wenn dies für dich nicht zutrifft, gut – ich war so.

Eine Falle für den Herrn

Damit nicht genug. Denn unsere innere Anklage in Form von Gedanken und Gefühlen hat noch böseres im Sinn. Unfassbar aber wahr. Diese verurteilende Form der Gedanken richtet sich genau genommen nur zweitrangig an den Beschuldigten. Es ist der Versuch Gott selbst eine Falle zu stellen. Hör zu:

Dann wandten sie sich an Jesus. »Meister«, sagten sie, »diese Frau ist eine Ehebrecherin; sie ist auf frischer Tat ertappt worden. Mose hat uns im Gesetz befohlen, solche Frauen zu steinigen. Was sagst du dazu?« Mit dieser Frage wollten sie Jesus eine Falle stellen, um dann Anklage gegen ihn erheben zu können.

Johannes 8, 4‭-‬6

Sie wollten von ihm die Erlaubnis herausquetschen, diese Frau auf Basis des Gesetzes töten zu dürfen. Wir machen innerlich im Grunde das gleiche, wenn wir andere Menschen beschuldigen und aus Religiösität heraus heuchlerisch verurteilen. Wir fordern von Gott Gerechtigkeit nach dem Gesetz, um uns damit die Rechtfertigung und Absolution für unsere vernichtende, emotionale Reaktion dieser Person gegenüber zu erschleichen. Damit wollen wir gern unser Gewissen beruhigen, und Gott den „Schwarzen Peter“ zuschieben.

Erregte Gemüter

Frage: Mal ehrlich, eine Horde gestandener Männer ertappen eine Frau während diese mit einem anderen Mann fremdgeht. Auf frischer Tat ertappt heisst, sie haben zugesehen. Ihre Augen sahen das Verbotene. Den nackten, schwitzenden Körper einer bildhübschen Schönheit, die lustvoll im Rhythmus der Verschmelzung auf …. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…. aber nehmen wir mal an, diese gelehrten Männer der Schriften hätten es tatsächlich geschafft, jegliche sexuelle Regung im Kopf und unter dem Rock zu unterdrücken. Würde das diese Voyeure nun frei von Schuld und gerecht machen? Die Antwort ist NEIN. Denn diese Sittenpolizei führte Böses dem Herrn gegenüber im Schilde und ihr Herz war voll von Anklage und verfinstert – ohne Liebe. Gottes Gegner und Fallensteller. Jesus hat sie ertappt.

Wer definiert wen?

Nun. Jesus, der stets nur tut, was er den Vater tun sieht, reagiert aber zum Entsetzen der Ankläger völlig unkonventionell und unerwartet. Die Ankläger definierten diese Frau als zu verurteilende Ehebrecherin. Jesus hingegen definiert die Ehebrecherin als freie, begnadigte und gerechtfertigte Frau. Zwischenfrage: Von wem würdest Du Dich definieren lassen wollen?

Wow. Der Herr unser Vater ist soooo gut. Er ist jederzeit in der Lage alle Menschen zu verblüffen und sprachlos zu machen. Bedenke, das Volk stand ja noch dabei und beobachtete alles. Er stopft den Verklägern mit seiner Liebe das selbstherrliche Maul. In seiner Liebe verstummt jeder Schuldspruch und jede Anklage. Aber hör zu, es kommt noch besser:

Aber Jesus beugte sich vor und schrieb mit dem Finger auf die Erde.

Johannes 8, 4‭-‬6

Hier in diesem Satz stecken 4 tiefsinnige Weisheiten und Wahrheiten, die den Sohn zu dem machen, der er ist: Der Herr der Geister und König aller Könige, der Einzige, dem Ehre gebührt. Also hilf mir, dieses Gold zu waschen:

1. Jesus schreibt in dein Herz

In den alten Schriften versprach er, dass er sein Gesetz der Liebe in unser Herz schreiben wird. Wow. Nun steht er im Tempel, ein Symbol für unser Herz, und was tut er? Er schreibt. Er schreibt auf den Boden unseres Herzens. In den Sand. Sichtbar für alle Anwesenden. Natürlich verstanden die Menschen das damals nicht in dem Maße, wie wir es heute durch das vollbrachte Werk erkennen dürfen. Aber Jesus schreibt auf unser Herz, wie versprochen.

2. Jesus schreibt in Stein/Sand

Das zweite ist, er schreibt in Stein, was den Pharisäern zeigen sollte, dass das Gesetz durch seine Hand geschrieben wurde. Dies tat er, wie schon bei Mose zwei Mal. Der Anforderungskatalog wurde von Jesus verfasst, um verständlich zu machen, dass dieser von keinem Menschen eingehalten werden kann, und deshalb ein Erlöser nötig ist. Er selbst steht nun da, und möchte von ihnen erkannt werden. Sie aber verhärten ihr Herz und wollen ihn aufs Glatteis führen.

3. Jesus schreibt auf die vergängliche Erde

Das dritte was wir hier sehen ist, er schreibt auf die vergängliche Erde. Schon der nächste Windstoß oder die nächste Fussbewegung wird das Geschriebene auslöschen. Daran will der Herr die Schriftgelehrten erinnern, in der Hoffnung, dass sie es schaffen, ihren Sinn auf seine unvergängliche Liebe auszurichten.

4. Jesus schenkt Zeit durch seine Schrift

Das vierte, was er deshalb tut ist: Er gibt ihnen Zeit indem er schreibt. Seine Schrift gibt uns Zeit um ihn zu erkennen. Einen Moment des Stillstands, der Überlegung der Orientierung. Er liebt. Stets wohlwollend. Sie haben ihn nicht erkannt. Erkennst du ihn?

Als sie jedoch darauf bestanden, auf ihre Frage eine Antwort zu bekommen, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: »Wer von euch ohne Sünde ist, der soll den ersten Stein auf sie werfen.« Dann beugte er sich wieder vor und schrieb auf die Erde.

Johannes 8, 7‭-‬8

Nachdem die Zeit, die er ihnen gab abgelaufen war, und sie begannen ihn zu nötigen, zögerte er nicht und gab ihnen die passende Antwort. „Wer von Euch ohne Sünde ist…. “ Dies ist der Maßstab, den er anlegt. Bewusst und hart. Aber um ihnen wahrhaftig zu zeigen und begreiflich zu machen, dass kein Mensch ohne Sünde ist. Er wusste, dass das, was Menschen verurteilen, immer ein Spiegel ihres Inneren ist. Ein Thema in ihrer Seele. Obwohl wir es loshaben möchten, verknüpft sich unser Herz aber auf seltsame Weise stets mit dem, was wir verurteilen. (…. Denkpause…. )

Er wusste, dass auch diese Pharisäer, die ach so heilig erscheinen wollten, ohne seine Fülle und Gnade auch nur vom Verbotenen angezogen werden wie die Fliegen von der Kacke – und dabei sogar ihrem eigenen Gesetz in die Falle gehen. Denn das Gesetz macht das Verbotene ja erst attraktiv. Daher: Jesus ist des Gesetzes Ende. Denn die Sünde wurde durch die Liebe des Vaters am Kreuz des Sohnes aufgelöst, eliminiert, pulverisiert, getötet. Das ist auch für dich die gute Botschaft. Nimm’s persönlich. Du bist geliebt!

Von seinen Worten getroffen , verließ einer nach dem anderen den Platz; die ältesten unter ihnen gingen als Erste. Zuletzt war Jesus allein mit der Frau, die immer noch da stand, wo ihre Ankläger sie hingestellt hatten.

Johannes 8, 9

Da sie wohl ein wenig mehr Weisheit besaßen, verließen die Alten, nachdem alle Schriftgelehrten ihre Steine fallen ließen, zuerst den Platz der Anklage. Um auf das Bild unseres Herzens zurück zu kommen: Im Bewusstsein, selbst nicht fehlerlos zu sein, lässt eine weise, verständige und auf den Geist hörende Seele ihre Anklagesteine fallen. Plumps! Das entspannt jede Situation. Obwohl sich die Position des Beschuldigten nicht geändert hat, kehrt durch Vergebung Ruhe an den Ort ein, welcher unser Herz darstellt. Vom Wort der Wahrheit getroffen, müssen alle Gedanken der Anklage aus deinem Herz weichen. Nur so wirst du selbst frei. Nur auf diese Weise bleibt dein Herz auch frei. Eine vergebende Haltung allen deinen Beschuldigten gegenüber ist eine Entscheidung. Die Entscheidung, die zum Leben führt.

Er richtete sich auf. »Wo sind sie geblieben?«, fragte er die Frau. »Hat dich keiner verurteilt?« – »Nein, Herr, keiner«, antwortete sie. Da sagte Jesus: »Ich verurteile dich auch nicht; du darfst gehen. Sündige von jetzt an nicht mehr!«

Johannes 8, 10‭-‬11

Durch das Vollbrachte Werk von Jesus, bist du der weise Lehrer geworden, den es bedarf, um alle deine inneren seelischen Knoten zu entspannen und zu lösen. Jesus in dieser Geschichte ist ein Bild für seinen Heiligen Geist in deinem Herzen. Dieser Geist herrscht von nun an im Tempel deines Herzens über deine Seele – deine Gedanken und Gefühle, denn Gott selbst hat versprochen, sein Wort und sein Prinzip der Liebe in dein Herz zu schreiben. Er tat dies bereits.

Du wirst von ihm trotz deiner Fehler nicht verurteilt.

Also brauchst du auch deine Mitmenschen trotz ihrer Fehler nicht mehr verurteilen und musst Gott keine Fallen mehr stellen.

Du bist FREI! Entscheide dich daher auch frei zu SEIN!

#keepgoinjesus

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