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Der andere Sämann – chancenlos gegen Jesus

Viele Menschen kennen es bereits: Das Gleichnis vom Sämann aus Markus 4. Das Beispiel der Saat, die auf viererlei Boden fällt. Das Schöne daran ist, daß es Jesus selbst war, der es seinen Jüngern ausgelegt und erklärt hat. Dabei ist zu beachten, daß Jesus sagt, daß dies das wichtigste Gleichnis sei. Wenn sie dieses eine Gleichnis nicht verstehen würden, dann würden sie auch alle anderen nicht verstehen. Er fügte hinzu „Wer Ohren hat zu hören, der höre“. Also scheint es ihm enorm wichtig gewesen zu sein, daß seine zunächst seine Jünger aber auch wir es blicken sollten. Also, dann lasst uns den Schatz mal heben. Legen wir los:

Hört zu! Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen. Beim Ausstreuen der Saat fiel einiges auf den Weg. Da kamen die Vögel und pickten es auf. Einiges fiel auf felsigen Boden, der nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt war. Weil die Saat dort so wenig Erde hatte, ging sie rasch auf. Als dann aber die Sonne höher stieg, wurden die jungen Pflanzen versengt, und weil sie keine kräftigen Wurzeln hatten, verdorrten sie. Einiges fiel ins Dorngestrüpp, und die Dornen überwucherten und erstickten die Saat, sodass sie keine Frucht brachte. Und einiges fiel auf guten Boden, ging auf, wuchs und brachte Frucht, dreißigfach oder sechzigfach oder sogar hundertfach.
Markus 4, 3-8

Aufgrund der Tatsache, daß seine Jünger alles hinter sich gelassen hatten um Ihm nachzufolgen, sah Jesus sie immer mit anderen Augen als die übrigen Menschen, dies kommt auch in dieser Begebenheit zum Ausdruck. Als er nämlich die Erzählung abgeschlossen hatte, sagte Jesus zu ihnen:

Euch ist es von Gott gegeben, das Geheimnis seines Reiches zu verstehen, den Außenstehenden aber wird alles nur in Gleichnissen verkündet.
Markus 4,11

Jesus redet also von einem Geheimnis, welches Menschen, die nicht eng mit ihm zusammenleben, nicht verstehen würden. EIN GEHEIMNIS. Kannst du es schon erkennen? Nein? Na dann mal ran an den Speck. Also die normale Version der Auslegung ist nachzulesen in Markus 4 ab Vers 13. Sie geht verkürzt etwa wie folgt.

Der Sämann

Der Sämann sät das Wort.

Bei einigen fällt das Wort auf den Weg.
Sofort, kommt der Lügner und nimmt es weg.

Bei anderen fällt das Wort auf felsigen Boden.
Sie nehmen es mit Begeisterung auf.
Aber sie sind darin ohne Wurzel.
In Bedrängnis wenden sie sich wieder ab (der Lüge zu)

Wieder bei anderen fällt das Wort in die Dornen.
Sie hören es, doch dann gewinnt
die Sichtweise dieser Welt Raum in ihnen
und erstickt das Wort - ohne Frucht.

Bei den vierten wurde auf fruchtbaren Boden gesät
Sie hören das Wort, nehmen es auf und bringen viel gute Frucht.
Dreissigfach, sechzigfach, hundertfach.

Das hat der Herr mal wirklich verständlich erklärt. Was meint ihr. So klar und offen liegt die Weisheit vor uns. Wir brauchen es nur noch anwenden…

Aber wenn ich ehrlich bin, bin ich vom menschlichen Standpunkt her gesehen immer einer von den vieren. Egal wieviel Wahrheit ich gehört habe, egal wie oft ich die Nähe des Herrn erlebt habe, völlig schnuppe, wieviel er mir durch seinen Heiligen Geist beigebracht hat. Immer wieder spüre ich, daß mein Fleisch kein Bock auf Gott, Jesus und den Heiligen Geist hat. Immer wieder spüre ich die Trägheit des Fleisches, die nicht mit Gott reden und ihm alles erzählen will. Immer wieder phasen- und tagesformabhängig lande ich in einem dieser 3 fruchtlosen Menschen, die Jesus hier anspricht. Ich bin leider nicht beständig wie im vierten Fall, was mein Geist aber gerne sehen würde.

Vorsicht Falle: An diesem Punkt habe ich mich aber immer selbst angeklagt „Siehst du, du bist es nicht wert. Du kannst es nicht. Also vergiss es“. No way. Nie mehr wird diese Stimme siegen. Denn es ist nur ein Gefühl. Gott klagt dich und mich nicht an. Auch in diesem Gleichnis klagt Gott nicht an. Denn durch dieses Gleichnis sagt er noch viel mehr aus, als daß auf den ersten Blick drinnen steht und er erklärt. Fangen wir an, damit wir sehen, was wir ergreifen können und dürfen:

Der Sämann wird von Jesus hier als jemand Gutes beschrieben, nicht? Maybe er selbst. Das Wort ist hier ausgelegt als das Wort Gottes. Und die Frucht als etwas wie segensreiches Wachstum in Gott selbst.

Der andere Säman – die Gegenprobe eines Prinzips

Ich glaube, daß Jesus uns hier ein Prinzip vor Augen malt. Ein Prinzip ist jedoch grundsätzlich gültig. Das heisst, es muss auch in die andere Richtung funktionieren. Wollen wir das mal zusammen beleuchten? Dann sollten wir zunächst folgenden Vers zu Rate ziehen:

Behüte dein Herz mit allem Fleiß, denn aus ihm entspringt das Leben
Sprüche 4,23

Unser Herz ist der fruchtbare Boden. Gott sagt „um alles in der Welt, schützt euer Herz, denn aus diesem Herz lebt ihr, es ist euer Acker aus dem euer Leben entspringt“. Nun ist die Eigenschaft des Bodens weder gut noch böse, sondern einfach nur „Fruchtbar“. Das bedeutet, auch schlechter Samen bringt hier Frucht. Oder? Dann wäre aber der Sämann nicht Jesus oder jemand mit gutem Herzen, der dir wohlgesinnt ist, sondern der Lügner mit seiner Zerstörungsfrucht. Der der dir die Lüge andrehen will, um dich von der Wahrheit fern zu halten. Und auf der anderen Seite wäre es die Wahrheit, die dem Lügen-Sämann chancenlos alles aus der Hand schlägt und ihn zum Verlierer erklärt. Wir müssten also alles umdrehen. Dürfen wir das? Ja. Denn, wenn Jesus von einem Prinzip spricht, muss es auch in dieser Variante Sinn machen. In diesem Kontext würde das Ganze sich in etwa so anhören:

BIBELVERS:

Hört zu! Ein LÜGEN-SÄMANN ging aufs Feld, um zu säen. Beim Ausstreuen der LÜGEN fiel einiges auf DEN WEG (Jesus). Da kamen die Vögel (Der Adler/Jesus) und pickten es auf. EINIGE LÜGEN fielen auf FELSIGEN BODEN (Jesus), der nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt war. Weil die LÜGEN-Saat dort so wenig Erde hatte, ging sie rasch auf. Als dann aber die Sonne (Jesus) höher stieg, wurden die jungen Pflanzen versengt, und weil sie keine kräftigen Wurzeln (das vollbrachte Werk) hatten, verdorrten sie. Einiges an LÜGEN fiel ins DORNENGESTRÜPP (Jesus), und die Dornen (Gottfakten) überwucherten und erstickten die LÜGEN-Saat, sodass sie keine Frucht brachte. Und einiges an LÜGEN fiel auf guten Boden, ging auf, wuchs und brachte Frucht, dreißigfach oder sechzigfach oder sogar hundertfach.
Nach Markus 4, 3-8 (umgedreht verändert)
AUSLEGUNG:

Der Lügen-Sämann sät seine Lüge.

Bei einigen fällt die Lüge AUF DEN WEG (Jesus). 
Sofort, kommt die Wahrheit und nimmt sie weg.

Bei anderen fällt die Lüge auf FELSIGEN BODEN (Jesus).
Sie nehmen sie mit Begeisterung auf.
Aber sie sind darin ohne Wurzel
In Bedrängnis wenden sie sich wieder ab (der Wahrheit zu).

Wieder bei anderen fällt die Lüge IN DIE DORNEN (Jesus)
Sie hören die Lüge, doch dann gewinnt
die Sichtweise des Himmels Raum in ihnen
und erstickt die Lüge - ohne Frucht.

Bei den vierten wurde auf fruchtbaren Boden gesät
Sie hören die Lüge, nehmen sie auf und bringen viel böse Frucht.
Dreissigfach, sechzigfach, hundertfach.

Im Umkehrschluss – sozusagen der Gegenprobe – sehen wir hier klar und deutlisch das vollbrachte Werk unseres Herrn Jesus Christus in Reinheit. Er ist DER WEG, der FELSIGE BODEN und DIE DORNEN in den ersten 3 Fällen. ER LÖST DIE LÜGE IN UNS AUF – DURCH ERKENNTNIS IM HEILIGEN GEIST. Sind wir IN IHM, dann kann uns der Lügen-Sämann nichts, aber auch gar nichts tun und vor allem nichts durch uns anrichten. Er muss zusehen, wie sich seine Lügen in Luft auflösen. Aus seinen Lügen werden niemals Überzeugungen in unseren Herzen. Er ist chancenlos gegen das vollbrachte Werk von Jesus Christus.

Willst du Lügenfrucht wachsen sehen? Oder die Wahrheit?

Wenn aber seine Lügen auf fruchtbaren Boden fallen, und diese aufgenommen werden, wie wir heute leider überall auf der ganzen Welt sehen, dann multipliziert sich seine Lügenfrucht bis zum Hundertfachen. Das bedeutet, daß die Menschen, die seine Lügen glauben und nichts von den Gottfakten, von Gottes Liebe und Wahrheit und vor allem vom vollbrachten Werk des Herrn Jesus Christus begriffen und ergriffen haben, seinen Lügen schutzlos ausgeliefert sind, weil diese IN IHNEN schon Frucht gebracht haben. Es ist dann schon so weit, daß Sie die LÜGE ALS ECHTE WAHRHEIT wahrnehmen und davon überzeugt sind. Sie identifizieren sich mit seinen Lügen – das bedeutet „aufnehmen“. Dies ist der Punkt, den wir in der Geschichte leider immer wieder sehen können und uns darüber wundern indem wir uns die Frage stellen „wie kann es sein, daß so viele Menschen gleichzeitig und im Kollektiv eine so destruktive und lebensfeindliche Denkweise real ausleben“ – wie zum Beispiel im 2. Weltkrieg.

Das Herz mit seinem fruchtbaren Boden ist die Antwort. Jesus selbst erklärt uns den Zusammenhang und die Funktionsweise. Es liegt an unserer Entscheidung, was in diesem Herzens-Boden an Saat aufgehen darf. Hierbei gibt es genau zwei Möglichkeiten: Enweder du glaubst Jesus im vollbrachten Werk und erkennst dadurch die Lügen – oder du glaubst den verwirrenden und angsteinflößenden Lügen und erkennst irgendwann gar nichts mehr. Wie bei einer Gehirnwäsche. Dabei rettet dich nicht das Erkennen von FakeNews und das Vertrauen in die „richtigen“ News. Sondern das Erkennen der Liebe des Vaters für DICH und das Vertrauen auf sein Vollbrachtes Werk durch Jesus Christus ist deine Rettung. Durch Christus hat er dich zu Christus gemacht.

Das Prinzip von Saat und Ernte ist eine feststehende Gesetzmässigkeit. Wie die Schwerkraft auch. Es verändert sich nichts darin. Wenn Du Gurken säst, wirst du kein Mais ernten können. Und zwischen Saat und Ernte ist immer eine Zeitspanne der Entwicklung und des Wachstums. Niemals kannst du zur gleichen Zeit ernten und säen. Das ist hierbei wichtig zu wissen.

Wenn nun die Liebe des Vaters durch Jesus die gute Saat ist – denn es steht geschrieben, daß Jesus selbst das Saatkorn ist, welches in die Erde fallen muss – wäre es dann unter dieser Erkenntnis nicht ratsam, sich gleich ab jetzt INTENSIV mit dem vollbrachten Werk des Kreuzes zu befassen um diese gute Saat auf unseren Herzensboden fallen zu lassen?

Denke darüber nach, wie deine Frucht aussehen soll – danach entscheide was du HEUTE säst.

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