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Komme ich in die Hölle, wenn ich EINE Sünde vergessen habe zu bekennen?

Es gibt viele Christen, die Angst vor Gott mit gesunder Gottesfurcht verwechseln. Und dies passiert ihnen, weil sie Gesetz und die Gnade des neuen Bundes vermischen,was niemals passieren darf, aber seit 2000 Jahren leider stattfindet. Es gibt Christen, die sagen sie würden unter der Gnade leben, dabei machen sie sich aus Unwissenheit wieder neue Regeln. Unwissenheit weshalb? Weil Sie das Wesen des liebenden Vaters noch nicht erkannt haben und vom Lügner getäuscht werden. Viele von ihnen möchten Jesus für das was er tat gerne wirklich von Herzen zurücklieben, wissen aber leider nicht wie das gehen soll. In dieser Haltung passiert es dann oft, dass sie gerade jene Menschen, die ihnen die Freiheit in Christus zeigen möchten, aus Angst vor Irrlehrer verurteilen.

Beispielsweise ziehen sie in ihrer Argumentation folgende Bibelstelle aus dem Ärmel und machen daraus eine Regel, ein persönliches Gesetz:

… Doch wenn wir unsere Sünden bekennen, erweist Gott sich als treu und gerecht: Er vergibt uns unsere Sünden und reinigt uns von allem Unrecht, das wir begangen haben.

1 Johannes 1, 9

In ihrer von Angst vor Fehlern bestimmten Haltung Gott gegenüber, deuten sie diese Bibelstelle so, daß wir verpflichtet wären, Gott alle Sünden zu bekennen, damit er treu und gerecht zu uns sein kann. Bitte  versteh mich nicht falsch, ich möchte hier niemanden unterbuttern, sondern die Begrenzung aufzeigen, mit der ich selbst Jahrzehnte lang beschränkt war, Gottes Liebe anzunehmen, weil ein fragendes Damoklesschwert über meiner Beziehung zu ihm hing. Es stellte permanent die Frage: „Was ist, wenn du eine Sünde vergessen hast? “ Rrrummmms aus und vorbei, denn Gott ist ja gerecht. Hölle. Da war sie wieder die unterschwellige Angst, die mir nie erlaubte voller Demut aufrecht vor dem Vater zu stehen.

Am Anfang dieses Kapitels deutet die Schreibweise darauf hin, daß der Verfasser des Briefes an Menschen schreibt, die Ihren Glauben noch nicht gefunden bzw. noch nicht auf das vollbrachte Werk von Jesus ausgerichtet leben. Das ist die Zielgruppe, nicht Menschen, die Jesus schon haben. Die Schrift ruft dazu auf, zu Jesus umzukehren, von der Sünde abzulassen und Buße zu tun. Meistens wird hierbei die Einzahl „die Sünde“ verwendet. Es ist ein Aufruf zur generellen Umkehr im Leben.

Gott sieht dich als Gerechter auch wenn dir ein Fehler passiert

Wenn du zu Jesus umgekehrt bist, und das vollbrachte Werk für dich angenommen hast, wirst Du vermutlich immer noch sündigen. Aber Du bist vor Gottes Augen kein Sünder mehr. Sondern gerechtfertigt, wie sein eigener Sohn den er in dir sieht. Ist das ein Freibrief zum Sündigen? Nein. Denn wenn du den Vater und seine Liebe erkannt hast, und mit ihm in Beziehung lebst, möchtest du von Herzen alles unterlassen, was dieser Beziehung schaden könnte. Wenn du einen Ehepartner hast, der dich liebt und dich aus der Scheisse gerettet hat, bist du dann mit ihm in einer Beziehung zusammen, weil du es dir zur Regel oder Gewohnheit gemacht hast? Oder weil du dankbar seine Liebe widerspiegeln möchtest?

Gott kam dir in Jesus zuvor.

Du kannst Gott nicht kaufen oder mit ihm in so ein Geschäft treten. Nein. Er kam dir zuvor und hat für dich alles, deine Gerechtigkeit, Freiheit, Gesundheit, und Rettung teuer erkauft. Warum? Weil er das Problem kennt, dich liebt und sich dir als Lösung anbietet. Du kannst jetzt nur darauf reagieren. Deshalb – Beginne dich ab jetzt so zu sehen, wie Gott dich sieht: GERECHTFERTIGT.

Jesus, dein Bräutigam hat für dich den Sieg am Kreuz über alle Sünde errungen. Übrigens schon lange bevor du geboren warst. Lange vor deiner ersten Sünde. Sollten dann deine zukünftigen Sünden nicht auch beinhaltet sein? Jaaaaawolll. Das sind sie. Genau das. Und das heisst nicht, daß du jetzt anfängst zu sündigen, wie ein Weltmeister weil du es ja darfst. Nein. Nein Nein. Gott hat dir durch Jesus einen anderen Focus gegeben wie nur auf Sünde zu gucken und möglichst wenig davon zu erzeugen. Nein. Der Focus ist nicht mehr die Sünde sondern Jesus. Das heißt auch nicht, daß wir unsere Sünde verleugnen. Nein. Ich mache nach wie vor Fehler. Aber, ich darf ans Kreuz kommen und Jesus danken, daß dieser Fehler auch schon von Ihm gesühnt wurde. Voller Dankbarkeit. Mit aufrechtem Haupt, weil Gott will dass ich ihm voller Demut und Dankbarkeit aufrecht gegenübertrete, weil er selbst in mir ist. Er möchte keine Sünderhaltung und dass wir, seine Kinder, uns wie Vogel Strauss im Sand verkriechen, wenn wir was angestellt haben und unter Selbstverdammnis leiden. Nein. Genau dafür ging er ja ans Kreuz, verlor alles, damit wir alles haben können.

Deine Sünden SIND vergeben

Ein Kapitel weiter, gibt der selbe Autor eine Erklärung ab, was am Kreuz passiert ist und was du und ich in Anspruch nehmen dürfen:

Meine lieben Kinder, ich schreibe euch, weil euch eure Sünden um Jesu willen vergeben SIND. Väter, ich schreibe euch, weil ihr den kennt, der von allem Anfang an da war. Ihr jungen Leute , ich schreibe euch, weil ihr den Bösen besiegt habt, ´den Teufel`.

Johannes 2, 12‭-‬13

Deine Sünden SIND dir vergeben. Durch Glauben an das vollbrachte Werk von Jesus. Alle Sünden deiner Vergangenheit, der Gegenwart und auch die Sünden deiner Zukunft sind Dir vergeben. Ein für alle Mal VERGEBEN. Weg. Aus. Schluss. Amen. Weil du daran glaubst und festhältst, kommst du nicht in die Hölle. Basta. Das ist die Freiheit, welche in Dankbarkeit übergeht um in einer liebenden Beziehung mit deinem Vater zu münden.

Wie oft um Vergebung bitten?

Wenn du das stellvertretende Sühnopfer von Jesus für dich annimmst, ist das der Moment deiner Rückkehr zu Gott. Du reagierst auf das Werk, das er für dich vollbracht hat. Damit gilt die Tatsache, dass du aus Glauben gerettet und gerechtfertigt bist. Wenn du nun einen Fehler machst, kommst du natürlich zum Kreuz. Aber du bittest Jesus nicht darum dir zu vergeben. Das ist doch nicht passend, wenn er dir ja schon vergeben hat. Es ist doch schon geschehen. Die Demut und die glaubende Haltung ihm zu zeigen, dass du es im Herz kapiert hast, was er an diesem Kreuz tat, liegt doch vielmehr darin, ihm dafür zu danken, dass auch dieser neue Fehler inbegriffen ist. Das bedeutet aus Glauben leben. Ihn weiterhin um Vergebung zu BITTEN ist eine Art Geringschätzung seiner selbst. Dankbarkeit ohne Selbstverdammnis drückt dagegen echte Wertschätzung aus.

Sünde in den Gefühlen?

Die meisten Christen denken hauptsächlich an moralische Sünden mit welchen man eine Gemeinde sehr gut unterjochen, untertänig machen und kontrollieren konnte. Ich beispielsweise hatte lange Zeit Panikattacken. Weißt du was das ist? Angststarre bis in die Haarspitzen mit  allen möglichen psychosomatischen  Symptomen. Heute ist mir klar, daß die Bibel dies als Sünde deutet. Warum?? Gott gibt Anweisung dass wir uns freuen sollen. Mehrere Hundert Mal steht dies in der Bibel. Und ich habe Panik und Angst. Nun meine Frage, welche Christen sind sich bewusst, daß in unserer emotionalen Gefühlswelt mehr Sünde liegt, als in allem was wir tun? Wir würden immer eine Sünde vergessen, wenn die oben genannte Bibelstelle Voraussetzung für Gottes Treue und Gerechtigkeit wäre. Und damit hätten wir verloren.

Aaaaber

Aber (und das ist jetzt ein gutes ABER): WIR SIND NICH VERLOREN, SONDERN GERETTET UND GERECHTFERTIGT DURCH GLAUBEN.

Also. Gehen wir in der Freude voran und kommen aufrichtig vor den Vater wenn ein Fehler passiert ist, danken Ihm daß er auch für diesen am Kreuz stellvertretend gebüßt hat, und gehen postwendend wieder in die Freude über, um seiner Aufforderung nachzukommen:

Freut euch im Herrn allezeit; abermals sage ich: Freut euch!

Philipper 4,4

#keepgoinjesus

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