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Die Ernte der Fischer… Nach 2000 Jahren ohne Fang

Die Bibel ist ein prophetisches Buch. Wir finden darin in Worten, Taten, Begebenheiten, Chroniken und vorausschauenden Beschreibungen prophetische Bilder und Offenbarungen, die sich in dem, was Gott uns dadurch mitteilen will, teilweise sogar mehrfach überlagern. Ein lebendiges Wort also.

Gott hat keine Zeit…. nein so meine ich das nicht, wie wir das normalerweise verstehen, was ich meine ist: Gott ist zeitlos. Er ist der Ewige. Bedeutet bei ihm gibt es keine Vergangenheit und Zukunft. Also auch keine prophetische Zukunft. Diese gibt es nur für uns, weil nur wir in Raum und Zeit sind. Bei Gott ist alles schon gegenwärtig, was wir in der Zeit noch nicht sehen. Diese unsere Zeitspanne ändert aber nichts an der Existenz dessen, was im Unsichtbaren schon vorhanden ist: Alles.

Vielmehr zeigt sich durch Jesus und seinem vollbrachten Werk der gesamte Ratschluss Gottes – sein Herz, seine Sichtweise, seine Art und sein Wesen der vollkommenen Liebe. Und sein Wunsch ist es, dass wir diesen Ratschluss erkennen und leben. Daher können wir, wenn wir Geschichten und wahre Berichte lesen, die tatsächlich so stattgefunden haben, diese stets mit dem lernwilligen Auge eines vom Vater geliebten Sohnes beleuchten und uns überraschen lassen, was er uns wieder von sich selbst offenbaren will.

Beginnen wir also mit einer Stelle in Lukas 5, die ich schon 30 Jahre lang kenne, aber erst jetzt mit der Brille des vollbrachten Werkes ERkennen kann. Bitte denke dabei immer daran, dass es zwei Sorten von Christen gibt. Diejenigen, die an das Vollbrachte Werk glauben und dadurch vor Gott gerecht sind, wie die Bibel es lehrt, und andere Christen, ja ChristenPharisäer, die sich dadurch vor Gott gerecht machen wollen, indem sie ihre Werke selbst vollbringen und Gesetze einzuhalten versuchen. Steigen wir also ein:

Menschen suchen bei Jesus Antworten

Es begab sich aber (eines Tages), als das Volk ihn umdrängte und das Wort Gottes hörte, während er selbst am See Gennesaret stand …
Lukas 5,1 (Menge Bibel)

In der Zeit der römischen Besatzung, war es ähnlich wie heute in der Zeit von Corona. Die Menschen waren eingeschränkt in ihrer Freiheit, wurden von einzelnen Menschen, die Ihre Macht missbrauchten denunziert und manipuliert, sie hatten Angst um Ihre Existenz, Familie und Zukunft und sie fürchteten sich davor, bei etwas verbotenem erwischt zu werden. All diese Dinge setzen Menschen damals wie heute unter seelischen Druck. Die betroffene Menschenmenge ist heute jedoch größer als damals: Die heutige Bedrängnis findet weltweit statt. Weltweit suchen Menschen nach Antworten um dem seelischen Dampfkessel der Gefühle zu entkommen. Der See Genezareth ist dabei (für mich persönlich) immer ein Bild für unsere Gefühlswelt. Mit seinem stetigen Auf und Ab im Wellengang aber auch in seinem aufgepeitschten Zustand bei Wind, Sturm, Hagel und Gewitter mit dem darüber gehenden Jesus – ein perfektes Bild für unsere vom neuen Geist beherrschte Seele mit ihren Emotionen. Genau diese fragende Seele bringt die Menschen nun an den See um Antworten bei Jesus zu finden. Jetzt schon und in naher Zukunft werden wir erleben, daß sehr, sehr viele Menschen kommen werden und offen sind für das lebendige Wort, weil es nirgendwo anders mehr glaubhafte Antworten mehr geben wird.

In Grüppchen unter sich auf Reinigungsrituale bedacht

…da sah er zwei Boote am Ufer des Sees liegen; die Fischer aber waren aus ihnen ausgestiegen und wuschen ihre Netze.
Lukas 5,2

Jesus stand also am See Genezareth und sah 2 Boote am Ufer liegen und die Fischer wuschen ihre Netze. Die Fischer, über die Petrus später sagt, dass sie „die ganze Nacht lang“ nichts gefangen hatten, machten am See sitzend ihre Netze hübsch. Das ist das perfekte Bild für unsere Kirchengeschichte der letzten 2000 Jahre. Sie haben die ganze Nacht (so beschreibt die Bibel die finstere Gemeindezeit) nichts gefangen, sitzen auch jetzt noch nur in Gruppen (Gemeinden) herum wo sie unter sich sind, und denken sie könnten durch Reinigungsrituale (Beichte und Sündenbewusstsein) wenigstens so wirken wie Fischer, ohne daß sie jedoch dabei Ihrer Aufgabe als Fischer (das Meer der Emotionen zu überwinden und Früchte zu bringen) nachkommen.

Gott in deinem Boot

Da trat er in eins der Boote, das Simon gehörte, und bat ihn, ein wenig vom Lande abzustoßen; darauf setzte er sich nieder und lehrte die Volksscharen vom Boote aus.
Lukas 5,3 (Menge Bibel)

Jetzt aber, nach 2000 Jahren nähert sich Jesus diesem Meer der Emotionen. Die fragenden Menschen laufen ihm hinterher. Er bittet Simon Petrus (Dem Mann auf den er seine Gemeinde baut) darum, sich in sein Boot setzen zu dürfen. Genau so verhält sich auch der heilige Geist. Er ist ein freundlicher Gentlemen, der um deine Erlaubnis bittet, bevor er sich in dein Lebensboot setzt. Nun sitzt Jesus also bei Simon im Boot und bittet ihn, es mit ihm und Simon ein wenig auf Abstand zum Ufer und den anderen Menschen zu bringen. Das Ufer versinnbildlicht die Welt, mit allen anderen Meinungen, Ansichten und weltlichen Weisheiten welche durch die Menschenmenge symbolisiert werden. Auch die anderen Fischer sitzen dort an Land. Sie symbolisieren die religiösen Christen, die noch immer auf ihr sauberes Gutmenschentum bedacht sind, während Jesus mit den anderen schon im Neuen Bund unterwegs ist. Simon beginnt nun damit, sich zusammen mit Jesus im Boot seinem Meer der Gefühle zu stellen, um es zu überwinden,wie wir sehen werden.

Sitzt also der Heilige Geist heute in deinem Lebensboot, bringt er dich dazu, dich im Herzen von Welt und Religion zu entfernen. Dann beginnt Jesus aus dem Boot des Simon heraus über das Wort zu lehren. Ein Abbild davon, wie der Heilige Geist durch dich die Wahrheit sprechen möchte, wenn er in deinem Lebensboot sitzt. Zu wem? Zur Welt und zu den nichtfischenden Fischern, den heutigen modernen ChristenPharisäern. Zur Zeit von Jesus wissen wir von keinem Pharisäer, der sich konkret zu Jesus bekehrte. Einige waren zwar interessiert, aber erst Paulus wurde Nachfolger, und ihm musste der Herr sich persönlich in den Weg stellen. Gott wird sich heute nicht mehr damit begnügen KEINE ChristenPharisäer zu gewinnen. Deshalb spricht er hier vom Boot des Simon Petrus aus auch zu ihnen. Er liebt diese Menschen, die in Religion, Gesetz, Angst und Stolz gefangen sind und möchte sie in die Wahrheit führen. In die Wahrheit des Neuen Bundes, welcher durch das vollbrachte Werk in Jesus Christus für dich und mich erfüllt und besiegelt wurde.

Wenn der „Fachmann“ auf Jesus hört

Als er dann seine Ansprache beendet hatte, sagte er zu Simon: »Fahre auf die Höhe (des Sees) hinaus und werft eure Netze aus, damit ihr einen Zug (= Fang) tut!« Da antwortete Simon: »Meister, die ganze Nacht hindurch haben wir gearbeitet und nichts gefangen; doch auf dein Wort hin will ich die Netze auswerfen.« Als sie das getan hatten, fingen sie eine so große Menge Fische, daß ihre Netze zerreißen wollten.
Lukas 5,4-6 (Menge Bibel)

Nun gibt Jesus der Zimmermann, dem Fischer Simon eine Unterweisung darin, wie man den Fischerberuf richtig ausübt. Klatsch. Das missfiel dem FischerRocker Simon natürlich einerseits, weil man sich ja nicht gerne von Laien ins Handwerk quatschen lässt. Aber andererseits war da etwas außergewöhnliches an diesem Mann, das Simon wahrgenommen hat, und weswegen er Jesus einen Vertrauensvorschuss gab und tat, was er sagte. Wenn wir nicht dort Fischen, wo Jesus uns den Weg zeigt, dann werden wir nie etwas fangen. Wenn wir aber hören was er sagt, dann werden wir einen großen Fang einholen. Und dieser Fang ist in zweierlei Hinsicht hier zu sehen:

a) In der ersten Sicht ist es das persönliche Meer der Gefühle, welches von uns selbst durch die Wahrheit des vollbrachten Werkes in Christus überwunden werden muss, damit an seinem tiefsten Punkt, die dunkelsten, schlechtesten und destruktivsten Gefühle in die Freude und Ruhe des Herrn verwandelt werden können. Hier ziehst du vereint mit dem Heiligen Geist, den Jesus in dieser Szene verkörpert, deinen persönlichen Schatz in dein Lebensboot, die Früchte des Heiligen Geistes – durch deine Identität in Christus. Dein Netz ist prallvoll. Du hast alles (siehe Gottfakten)

b) die Zweite Sicht beschreibt die Haltung der beiden Christen-Gruppen. 1. Christen im Vollbrachten Werk (Petrus). 2. ChristenPharisäer die ihr Gutmenschentum in der Welt polieren (Netz putzende Fischer an Land). Petrus vertraut Jesus, gehorcht und fährt hinaus. Die anderen bleiben an Land. Petrus gibt zu, daß sie die ganze Nacht zwar gearbeitet, aber nichts gefangen haben und macht deutlich, daß er von nun an dem Wort von Jesus (vollbrachtes Werk) gehorchen will. Das nennt man Buße tun. Buße = Umkehr. Es ist die Entscheidung, es nicht mehr so zu machen, wie man es immer gemacht hat obwohl es nicht zum gewünschten Ergebnis führte, sondern es zukünftig so zu machen, wie der Herr es sagt, damit es funktioniert. Die ChristenPharisäer sind in dieser Phase der Geschichte wohlbemerkt noch auf Abstand zu Jesus, was im folgenden Vers deutlich wird.

Der grosse Fang. Wer hilft das Netz herausziehen?

Da winkten sie ihren Genossen, die in dem andern Boot waren, sie möchten kommen und ihnen helfen; die kamen auch, und man füllte beide Boote, so daß sie tiefgingen.
Lukas 5,7 (Menge Bibel)

Der Fang war so groß, daß die Fischer, welche mit Jesus im Boot waren nun die anderen, die dem Fang von Ferne zuschauten, baten zu helfen. Dieser Vers zeigt, daß das Anliegen von Gott ganz klar ist, daß die Gemeinde zusammenhelfen soll bei der letzten Ernte, welche uns bevor steht. Gott möchte nicht, daß die religiösen ChristenPharisäer in ihrer Mischung zwischen Gesetzlichkeit und Gnade in ihrem selbstgerechten Gutmenschentum steckenbleiben und dabei verloren gehen. Er möchte ihnen stattdessen zeigen, dass alles möglich ist, wenn man sich mit dem lebendigen Herrn identifiziert. Er will, dass auch diese gemeindesüchtigen ChristenPharisäer – welche sich so gerne in religiösen Steinhäusern verschanzen, in denen sie unter sich sind und sich deswegen heiliger fühlen – gerettet werden und an seinem Fang, an seiner Ernte teilhaben können. Warum? Weil er nicht das liebt, was sie tun oder nicht tun – sondern weil er seinen Sohn in ihnen liebt.

Als Simon Petrus das sah, warf er sich vor Jesus auf die Knie nieder und rief aus: »Herr, gehe weg von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch!« Denn Schrecken hatte ihn und alle, die bei ihm waren, wegen dieses ihres Fischfangs befallen……Doch Jesus sagte zu Simon: »Fürchte dich nicht! Von nun an wirst du ein Menschenfischer sein.« Sie brachten nun die Boote an Land, verließen alles und folgten ihm nach.
Lukas 5,8-11 (Menge Bibel)

Hier bekräftigt Simon Petrus nochmals seine Buße, seine Umkehr, nachdem er begriffen hatte, wer vor ihm stand. Er hatte eingesehen, daß es keinen Menschen im Fleisch gibt, der dem Heiligen Geist in Jesus Christus das Wasser reichen kann. Das ganze hatte ihn sichtlich so sehr erschrocken, dass Jesus ihn aufforderte sich nicht zu fürchten.

Äh… Fürchten sich manche Christen etwa auch davor, dass die Wunder Gottes tatsächlich stattfinden und eventuell nicht so kontrollierbar sind, wie der einstudierte Gottesdienst am Sonntagmorgen? Haben sie Angst, dass ihr Leben mit der Eigenwilligkeit des Heiligen Geistes eventuell aus den Fugen geraten könnte?

Wenn du ein offenes Herz hast, oder eines, das aufgrund harter Umstände gerade zerbrochen wurde, dann mach dir selbst bitte einen grossen Gefallen und gehe in keine religiöse Kirchengemeinde, sondern lade den lebendigen Gott in dein Leben ein und lass dich von seinem Heiligen Geist lenken und lehren. Er zeigt dir, wie die Bibel durch die Brille des vollbrachten Werkes zu verstehen ist. Lass dich von Ihm in einer persönlichen Beziehung zu einem echten Menschenfischer ausbilden, der das vollbrachte Werk von Jesus in diese Welt trägt und ihn überall sichtbar werden lässt, um Menschen in die Ruhe und Freiheit der Kinder Gottes zu führen, damit sie gerettet werden.

Die Fische haben sich schon fast vollständig an jenem Ort gesammelt, an dem der Herr beschlossen hat, sie als Riesenfang durch dich und die anderen Menschenfischer zu heben.

Wenn er Dich nun bittet, in dein Boot steigen zu dürfen um mit dir hinauszufahren…..

Was wirst du ihm heute antworten?

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